Geschichte
Es war einmal ... – oder wie die
Zivilisation endgültig ins Emsland kam
Ende der 60er Jahre litt das Emsland unter einem
drückenden Lehrermangel, insbesondere an den Gymnasien. So konnte in
einigen Fächern, z.B. Mathematik und Naturwissenschaften, der Unterricht
jeweils nur wechselweise ein halbes Jahr lang erteilt werden, damit er nicht
vollkommen ausfiel.
In dieser schwierigen
Situation bemühten sich Vertreter des ehemaligen Landkreises Meppen und
der öffentlichen sowie privaten Gymnasien intensiv um die Errichtung
eines Studienseminars in Meppen. Erfahrungsgemäß war es so, dass eine
Vielzahl von Referendaren mit der praktischen Berufsarbeit dort begann, wo
auch die Referendarzeit verbracht wurde. Auf eine solche Entwicklung hoffte
man auch im Emsland, um dadurch den Lehrermangel beseitigen zu können. Die
Bemühungen hatten Erfolg: Am 01.08.1969 konnte im ersten ländlichen
Studienseminar Niedersachsens der Lehrbetrieb mit 4 Referendaren aufgenommen
werden.
Um möglichst viele
Referendare nach ihrer Ausbildungszeit an das Emsland zu binden, wurden
seitens des Landkreises verschiedene Vergünstigungen bzw. Privilegien
angeboten, z.B. günstiger Wohnraum oder Wohnungsbaudarlehen. Es wurden
außerdem vom Landkreis finanzierte Bereisungen des Emslandes durchgeführt,
um den Referendaren die Schönheiten dieser Gegend näher zubringen. Diese
Tradition wird auch heute noch gepflegt.
Die Teilnehmerzahlen des
Seminars stiegen schnell an. Bereits im August 1974 nahmen 80 Referendare an
der Ausbildung teil, so dass die ursprünglichen Räumlichkeiten im Windhorst-Gymnasium
Meppen nicht mehr ausreichten. Mit Unterstützung des
aus dem Emsland stammenden Kultusministers Dr. Werner Remmers konnten im
Sommer 1979 das ca. 400 qm große neue Gebäude am Berufsbildungszentrum
bezogen werden.
Zur Zeit (September `99) befinden sich 42
Referendare am Seminar. In den 30 Jahren seit Bestehen des Studienseminars
wurden bzw. werden in 60 Kursen über 1000 Referendare ausgebildet.
Diese Seite wurde zuletzt
aktualisiert am 06.01.03
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